Lowline Angus - Minirinder

 

 

 

Lowline Angus  - Rinder sind eine sehr kleine, genetisch hornlose Rinderrasse. Es handelt sich um eine genügsame, robuste Fleischrinderrasse. Lowlines sind vorallem in den USA sehr beliebt. Sie gelten als sehr zahm, gelehrig und eignen sich für Halftertraining, Vorführen und präsentieren auf Ausstellungen sogar durch Kinder. Sie werden sowohl als Haustiere als auch zur Fleischnutzung gehalten. Die Schlachtkörper haben einen höheren Anteil an Wertteilen als bei den meisten anderen Rinderrassen. Ihr Fleisch ist gut marmoriert und sie eignen sich sehr gut zur Weidemast. Lowlines sind zudem bekannt für ihre Leichtkalbigkeit mit einem Geburtsgewicht von ca. 25 kg.

Lowline Angus Rinder wurde in Australien aus Aberdeen Angus Rindern gezüchtet. Sie sind einfarbig schwarz oder rot und ca. 100 - 110 cm groß. Dadurch mögen sie aussehen wie Zwerge, sind aber keine, sie tragen kein spezifisches Zwergwuchs-Gen sondern sind auf diese genetische Eigenschaften selektiert und wiegen ca. 400 - 600 kg. Daher eignen sie sich auch ideal für kleine Flächen, Hanglagen oder feuchte Böden, da sie das Land schonend beweiden und sehr wenig Trittschäden machen.

 

Lowline Angus wurden ab 1974 durch das landwirtschaftliche Forschungszentrum Trangie in Australien gezüchtet. Sie forschten am Einfluss der genetischen Selektion auf das Wachstum bis zum Jährlingsalter. Gruppen von Angusrindern mit hohen und niedrigen Wachstumsraten wurden separat verpaart und mit einer zufällig ausgewählten Kontrollgruppe verglichen. Diese Gruppen wurden als "High Line" (großwüchsige Linie), "Low Line" (kleinwüchsige Linie) und "Control Line" (Kontroll-Linie) bezeichnet. Die Ursprüngliche Herde wurde 1929 aus Kanada importiert. In den folgenden Jahren wurden einige Tiere aus Schottland und den USA dazugekauft. Als das Experiment 1992 endete, wurde die Lowline-Herde an private Züchter verkauft, welche die Australien Lowline Cattle Association (ALCA) gründeten. 

 

Lowline Bullen werden mit großen Erfolg auch auf andere und größere Rinderassen eingesetzt. Großrahmige Kühe kalben dadurch ganz besonders leicht. Die Kreuzungstiere werden vom Stockmass her kleiner, runder, voluminöser, kräftiger und haben eine bessere Fleischqualität, bei gleichzeitig deutlich besserer Futterverwertung. Die effizentere Futterverwertung beruht auf Kleibers Gesetz über den Metabolismus. Dies besagt je kleiner ein Tier desto besser ist das Verhältniss von Futteraufnahme zum Erhaltungsbedarf. Somit können kleine Tiere im Verhältniss zum Erhaltungsbedarf mehr fressen und aus der gleichen Futtermenge mehr Fleisch (oder Milch ect.) produzieren. Somit kann man mit Lowline Angus und Kreuzungstieren dieser Rasse aus der gleichen Grasmenge mehr Fleisch erzeugen als mit größeren Tieren.

Auserdem kann man sich durch den Einsatz von Lowline Bullen das enthornen der Kreuzungtiere sparen da sie alle bereits genetisch hornlos zu Welt kommen. Der Charakter lässt sich ebenfalls durch die Einkreuzung von Lowline Angus verbessern was sie gesamt abschliesend auch zu idealen Veredlern in der Fleischrinderzucht macht.

 

Lowline Angus werden heute vorallem in Kanada, Australien, Neuseeland, USA, Großbritannien und China gezüchtet.

 

 

 

Der bayrische Feenhof hat 2016 die ersten Lowline Angus Rinder aus England nach Deutschland importiert und gründet somit in Deutschland die erste Lowline Angus Zucht.

 
 

Weitere Infos, Importtier Vermittlung und Verkauf gern auf Anfrage!

 

 

 

 

Das erste in Deutschland gebohrene Lowline Kalb:

Cristal vom bayrischen Feenhof - 13.04.2017